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Martin GrabichBessere Entscheidungen. Mehr Freiheit.

Baufinanzierung

Wie viel Eigenkapital braucht eine Baufinanzierung?

Was zählt als Eigenkapital bei einer Baufinanzierung? Erfahren Sie, welche eigenen Mittel eingesetzt werden können, warum Rücklagen wichtig sind und weshalb es keine allgemeingültige Eigenkapitalquote gibt.

Hero-Bild: Martin Grabich in moderner Architektur mit ruhiger, vertrauensvoller Ausstrahlung
Vermögen schafft Möglichkeiten. Klarheit entscheidet, wie Sie diese nutzen.
Von Martin Grabich16 Min. Lesezeit

Fachlich eingeordnet von Martin Grabich

Baufinanzierungsvermittler

Zuletzt aktualisiert am:

Was Sie in diesem Artikel erfahren

Das Wichtigste in Kürze

Nach diesem Artikel wissen Sie,

  • was bei einer Baufinanzierung tatsächlich als Eigenkapital gilt,
  • welche Vermögenswerte grundsätzlich eingesetzt werden können,
  • welche Positionen häufig fälschlicherweise als Eigenkapital angesehen werden,
  • wie Eigenkapital den Finanzierungsbedarf verändert,
  • warum Rücklagen genauso wichtig sein können wie Eigenkapital,
  • und weshalb es keine allgemeingültige Eigenkapitalquote gibt.
Inhaltsverzeichnis

Die eigentliche Frage lautet nicht:

Viele Menschen beginnen ihre Recherche mit einer scheinbar einfachen Frage:

Im Internet finden sich darauf unzählige Antworten.

Mal sind von 10 Prozent die Rede.

An anderer Stelle werden 20 Prozent empfohlen.

Manche sprechen sogar von 30 Prozent, während andere behaupten, eine Finanzierung sei auch komplett ohne Eigenkapital möglich.

Wer zum ersten Mal eine Immobilie kaufen möchte, ist nach wenigen Minuten oft eher verunsichert als informiert.

Das liegt daran, dass diese Aussagen zwar nicht grundsätzlich falsch sind – sie beantworten jedoch unterschiedliche Fragen.

Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht:

Sondern:

Genau diese Unterscheidung entscheidet häufig darüber, ob eine Finanzierung langfristig tragfähig bleibt.

Denn eine Baufinanzierung endet nicht mit der Unterschrift unter dem Darlehensvertrag.

Sie begleitet viele Menschen über Jahre oder sogar Jahrzehnte.

Eine gute Entscheidung berücksichtigt deshalb nicht nur den Immobilienkauf selbst, sondern auch das Leben danach.

Was bedeutet Eigenkapital bei einer Baufinanzierung?

Im Zusammenhang mit einer Baufinanzierung beschreibt Eigenkapital den Teil der Gesamtkosten, den Sie aus eigenen Mitteln bezahlen.

Für diesen Betrag benötigen Sie kein zusätzliches Darlehen.

Dabei geht es nicht um den Begriff aus der Unternehmensbilanz.

Entscheidend ist vielmehr die Frage:

Viele Menschen setzen Eigenkapital mit ihrem gesamten Vermögen gleich.

Tatsächlich besteht jedoch ein wichtiger Unterschied.

Vermögen ist nicht automatisch Eigenkapital

Paar ordnet Vermögensunterlagen und Eigenmittel für die Baufinanzierung

Stellen Sie sich vor, Sie verfügen insgesamt über 150.000 Euro Vermögen.

Nicht automatisch fließt dieser gesamte Betrag in die Finanzierung.

Vielleicht möchten Sie bewusst Geld für Renovierungen zurückhalten.

Vielleicht planen Sie einen Umzug.

Vielleicht möchten Sie einen finanziellen Sicherheitspuffer behalten.

Dann wird nur ein Teil Ihres Vermögens tatsächlich zum Eigenkapital.

Drei Begriffe, die Sie unterscheiden sollten

Begriff
Vermögen
Bedeutung
Alles, was Ihnen aktuell gehört oder zusteht.
Begriff
Eigenkapital
Bedeutung
Der Teil Ihres Vermögens, den Sie tatsächlich in die Finanzierung einbringen.
Begriff
Liquiditätsreserve
Bedeutung
Geld, das bewusst nicht eingesetzt wird und nach dem Kauf verfügbar bleibt.

Praxisbeispiel

Familie Müller verfügt über Ersparnisse in Höhe von 150.000 Euro.

Nach einer gemeinsamen Planung entscheidet sie sich,

  • 120.000 Euro als Eigenkapital einzusetzen,
  • 30.000 Euro jedoch bewusst als finanzielle Reserve zu behalten.

Dadurch erhöht sich zwar der Finanzierungsbedarf geringfügig.

Gleichzeitig bleibt genügend Spielraum für Renovierungen, Möbel oder unerwartete Ausgaben.

Dieses Beispiel zeigt:

Eigenkapital bedeutet nicht, möglichst viel Geld einzusetzen.

Es bedeutet, eine Entscheidung zu treffen, die auch nach dem Immobilienkauf noch zu Ihrer Lebenssituation passt.

Welche Vermögenswerte können als Eigenkapital eingesetzt werden?

Verschiedene Vermögenswerte und Unterlagen für den Einsatz als Eigenkapital

Nicht jedes Vermögen steht sofort als frei verfügbares Eigenkapital zur Verfügung.

Manche Vermögenswerte können unmittelbar eingesetzt werden.

Andere müssen zunächst verkauft, übertragen oder bewertet werden.

Deshalb lohnt es sich, jede Position einzeln zu betrachten.

Übersicht möglicher Eigenkapitalarten: Girokonto, Tagesgeld, Festgeld, Bausparguthaben, Wertpapierdepot, Grundstück, Schenkung und Eigenleistung

Übersicht

Vermögenswert
Girokonto
Typische Verfügbarkeit
Sofort
Hinweise
Direkt verfügbar
Vermögenswert
Tagesgeld
Typische Verfügbarkeit
Sofort
Hinweise
Direkt verfügbar
Vermögenswert
Festgeld
Typische Verfügbarkeit
Eingeschränkt
Hinweise
Abhängig von der Laufzeit
Vermögenswert
Wertpapierdepot
Typische Verfügbarkeit
Eingeschränkt
Hinweise
Verkauf erforderlich, Kursschwankungen beachten
Vermögenswert
Bausparguthaben
Typische Verfügbarkeit
Teilweise
Hinweise
Abhängig vom Vertragsstatus
Vermögenswert
Grundstück
Typische Verfügbarkeit
Individuelle Prüfung
Hinweise
Kann je nach Finanzierung berücksichtigt werden
Vermögenswert
Schenkung
Typische Verfügbarkeit
Individuelle Prüfung
Hinweise
Muss tatsächlich erfolgt sein
Vermögenswert
Eigenleistung
Typische Verfügbarkeit
Individuelle Prüfung
Hinweise
Reduziert unter Umständen Kosten, ersetzt jedoch keine Liquidität

Was zählt nicht als Eigenkapital?

Ebenso wichtig wie die Frage, was als Eigenkapital eingesetzt werden kann, ist die Frage, was nicht dazu gehört.

Gerade hier entstehen in der Praxis viele Missverständnisse.

Viele Kaufinteressenten rechnen Vermögenswerte ein, die zwar grundsätzlich einen Wert besitzen, zum Zeitpunkt der Finanzierung jedoch noch nicht tatsächlich zur Verfügung stehen.

Die Wahrheit ist:

Nicht jedes Vermögen ist sofort einsetzbar

Ob eine Position als Eigenkapital berücksichtigt werden kann, hängt vor allem von drei Fragen ab.

Überblick

Vermögenswert
Bereits ausgezahlte Schenkung
Frei verfügbares Eigenkapital?
Warum?
Das Geld steht tatsächlich zur Verfügung.
Vermögenswert
Nur zugesagte Schenkung
Frei verfügbares Eigenkapital?
Warum?
Die Auszahlung ist noch nicht erfolgt.
Vermögenswert
Erwartete Erbschaft
Frei verfügbares Eigenkapital?
Warum?
Zeitpunkt und Umfang sind ungewiss.
Vermögenswert
Privatdarlehen der Eltern
Frei verfügbares Eigenkapital?
Warum?
Es handelt sich weiterhin um Fremdkapital.
Vermögenswert
Noch nicht verkauftes Vermögen
Frei verfügbares Eigenkapital?
⚠️
Warum?
Erst nach Verkauf oder individueller Prüfung nutzbar.

Schenkung oder Schenkungsversprechen?

Viele Eltern möchten ihre Kinder beim Immobilienkauf unterstützen.

Oft wird deshalb früh über eine Schenkung gesprochen.

Zwischen einer geplanten und einer bereits erfolgten Schenkung besteht jedoch ein wichtiger Unterschied.

Solange die Mittel noch nicht tatsächlich übertragen wurden, stehen sie für die Finanzierung nicht sicher zur Verfügung.

Erst wenn die Schenkung erfolgt ist und entsprechend nachgewiesen werden kann, lässt sie sich in die Finanzierungsplanung einbeziehen.

Warum ein Privatdarlehen kein Eigenkapital ist

Auch Darlehen innerhalb der Familie werden häufig mit Eigenkapital verwechselt.

Dabei gilt ein einfacher Grundsatz:

Ob der Kredit von einer Bank oder von den Eltern stammt, spielt zunächst keine Rolle.

Das Geld muss grundsätzlich zurückgezahlt werden.

Damit erhöht es nicht Ihr eigenes Vermögen und ersetzt kein Eigenkapital.

Je nach Gestaltung kann ein Familiendarlehen dennoch Bestandteil eines Finanzierungskonzepts sein.

Es verändert jedoch nicht die grundsätzliche Einordnung als Fremdkapital.

Eigenleistung ist etwas anderes als Eigenkapital

Bauherr bei handwerklicher Eigenleistung neben Bauplänen und Kostenunterlagen

Wer selbst mit anpackt, kann Bau- oder Renovierungskosten reduzieren.

Das ist grundsätzlich positiv.

Eigenleistung schafft jedoch kein zusätzliches Geld.

Sie ersetzt daher keine finanzielle Reserve und kann auch keine laufenden Kosten nach dem Immobilienkauf bezahlen.

Deshalb sollten Eigenleistung und Eigenkapital immer getrennt betrachtet werden.

Wie verändert Eigenkapital den Finanzierungsbedarf?

Nachdem klar ist, welche Vermögenswerte tatsächlich eingesetzt werden können, stellt sich die nächste Frage:

Die Antwort beginnt mit einer einfachen Rechnung.

Je mehr eigenes Kapital Sie einsetzen, desto geringer fällt der Betrag aus, den Sie finanzieren müssen.

Die Grundformel

Gesamtkosten
− eingesetztes Eigenkapital
= Finanzierungsbedarf

Diese Beziehung bleibt unabhängig davon bestehen,

  • welche Bank die Finanzierung begleitet,
  • wie hoch die Zinsen sind,
  • oder welches Darlehensmodell gewählt wird.

Praxisbeispiel

Nehmen wir an, Sie möchten eine Immobilie erwerben.

Die gesamten Kosten betragen 440.000 Euro.

Sie verfügen über 150.000 Euro Vermögen.

Davon möchten Sie 30.000 Euro bewusst als Reserve behalten.

Somit setzen Sie 120.000 Euro Eigenkapital ein.

Rechenbeispiel

Position
Gesamtkosten
Betrag
440.000 €
Position
Eigenkapital
Betrag
–120.000 €
Position
Finanzierungsbedarf
Betrag
320.000 €

Warum diese Rechnung allein noch keine Finanzierung beantwortet

Viele Käufer schließen aus einem geringeren Finanzierungsbedarf automatisch auf bessere Finanzierungskonditionen.

Ganz so einfach ist es jedoch nicht.

Neben dem Eigenkapital betrachten Darlehensgeber unter anderem auch

  • Ihr Einkommen,
  • Ihre laufenden Ausgaben,
  • bestehende Verpflichtungen,
  • die Immobilie selbst,
  • sowie die langfristige Tragbarkeit der Finanzierung.

Eigenkapital ist deshalb immer nur ein Bestandteil der gesamten Bewertung.

Warum beeinflusst Eigenkapital die Finanzierung?

Eine Baufinanzierung besteht nicht nur aus Zahlen.

Sie ist immer auch eine Einschätzung der gesamten finanziellen Situation.

Eigenkapital kann dabei mehrere Auswirkungen haben.

Zum einen sinkt der Betrag, der finanziert werden muss.

Zum anderen verändert sich häufig das Verhältnis zwischen Eigen- und Fremdkapital.

Darüber hinaus zeigt Eigenkapital, dass bereits eigene Mittel für das Vorhaben vorhanden sind.

Allerdings entscheidet Eigenkapital allein niemals über eine Finanzierungszusage.

Auch folgende Faktoren spielen regelmäßig eine wichtige Rolle:

  • regelmäßiges Einkommen,
  • Haushaltsrechnung,
  • bestehende Verpflichtungen,
  • Wert der Immobilie,
  • langfristige Finanzplanung.

Wie viel Eigenkapital ist tatsächlich sinnvoll – und warum gibt es darauf keine allgemeingültige Antwort?

Wie viel Eigenkapital ist sinnvoll?

Diese Frage gehört zu den häufigsten rund um die Baufinanzierung.

Gleichzeitig gibt es kaum eine Frage, auf die so häufig mit einer einzelnen Zahl geantwortet wird.

20 Prozent.

30 Prozent.

Mindestens die Kaufnebenkosten.

Solche Empfehlungen begegnen Ihnen in nahezu jedem Ratgeber.

Sie können eine erste Orientierung sein.

Sie beantworten jedoch nicht die entscheidende Frage.

Denn eine Baufinanzierung ist keine mathematische Formel.

Sie ist eine individuelle Entscheidung.

Es gibt keine allgemeingültige Eigenkapitalquote

Jede Immobilie ist anders.

Jede Lebenssituation ist anders.

Und auch jede Finanzierung unterscheidet sich.

Deshalb existiert keine gesetzliche Vorgabe, die eine bestimmte Eigenkapitalquote verlangt.

Wie viel Eigenkapital sinnvoll ist, hängt immer vom Gesamtbild ab.

Dazu gehören unter anderem:

  • der Kaufpreis der Immobilie,
  • die Kaufnebenkosten,
  • Ihr verfügbares Vermögen,
  • Ihre geplante Liquiditätsreserve,
  • Ihr Einkommen,
  • Ihre laufenden Verpflichtungen,
  • Ihre zukünftigen Pläne,
  • sowie die Anforderungen des jeweiligen Darlehensgebers.
Einflussfaktoren der Kreditentscheidung: Haushaltsrechnung, Immobilie, Eigenkapital, Einkommen, Finanzierungskonzept und Verpflichtungen

Orientierung statt starre Regel

Viele Verbraucherorganisationen empfehlen, möglichst einen Teil der Finanzierung aus eigenen Mitteln zu leisten.

Diese Empfehlungen dienen als Orientierung.

Sie ersetzen jedoch keine individuelle Finanzierungsplanung.

Deshalb sollten Prozentwerte niemals isoliert betrachtet werden.

Eine Finanzierung mit weniger Eigenkapital kann in bestimmten Situationen sinnvoll sein.

Genauso kann es gute Gründe geben, deutlich mehr Eigenkapital einzusetzen.

Die richtige Entscheidung entsteht immer aus dem Zusammenspiel aller Faktoren.

Warum Sie nicht automatisch Ihr gesamtes Vermögen einsetzen sollten

Viele Menschen verfolgen ein klares Ziel:

Dieser Gedanke ist nachvollziehbar.

Schließlich reduziert zusätzliches Eigenkapital den Finanzierungsbedarf.

Doch eine Immobilie verursacht nicht nur Kosten beim Kauf.

Auch nach dem Einzug entstehen regelmäßig Ausgaben.

Vermögensübersicht mit Sparbuch, Depot und bewusst eingeplanter finanzieller Reserve

Zum Beispiel für:

  • Renovierungen,
  • Möbel,
  • Umzug,
  • Garten,
  • Instandhaltung,
  • unvorhergesehene Reparaturen,
  • oder persönliche Veränderungen im Leben.

Wer sein gesamtes Vermögen einsetzt, verfügt anschließend möglicherweise über kaum noch finanzielle Reserven.

Zwei unterschiedliche Entscheidungen

Stellen wir uns erneut vor, Sie besitzen insgesamt 150.000 Euro Vermögen.

Nun stehen zwei Möglichkeiten zur Auswahl.

Variante A

Sie investieren den gesamten Betrag.

Vorteile

  • geringerer Finanzierungsbedarf

Nachteile

  • kaum finanzielle Flexibilität
  • ungeplante Ausgaben müssen anderweitig finanziert werden

Variante B

Sie behalten bewusst eine Reserve zurück.

Vorteile

  • finanzieller Puffer
  • mehr Handlungsspielraum
  • höhere Sicherheit bei unerwarteten Ausgaben

Nachteile

  • etwas höherer Finanzierungsbedarf

Welche Variante ist besser?

Die ehrliche Antwort lautet:

Es kommt darauf an.

Entscheidend sind unter anderem:

  • Wie sicher ist Ihr Einkommen?
  • Ist die Immobilie bereits modernisiert?
  • Planen Sie Umbauten?
  • Stehen familiäre Veränderungen bevor?
  • Wie hoch ist Ihr persönliches Sicherheitsbedürfnis?

Je nach Situation kann sowohl Variante A als auch Variante B sinnvoll sein.

Eine gute Finanzierung berücksichtigt deshalb nicht nur den Kaufpreis.

Sie berücksichtigt auch Ihr Leben nach dem Immobilienkauf.

Was bedeutet eine Finanzierung ohne Eigenkapital?

Immobilienkäufer prüft eine Finanzierung ohne Eigenkapital vor einem modernen Wohnhaus

Immer wieder liest man von einer sogenannten Vollfinanzierung.

Gemeint ist damit häufig eine Finanzierung, bei der kein eigenes Kapital eingesetzt wird.

Je nach Zusammenhang kann damit

  • ausschließlich der Kaufpreis
  • oder zusätzlich auch die Kaufnebenkosten

finanziert werden.

Die Begriffe werden im Alltag nicht immer einheitlich verwendet.

Ist das grundsätzlich möglich?

Ja.

Eine Finanzierung ohne Eigenkapital ist grundsätzlich möglich.

Sie ist jedoch nicht automatisch für jede Situation geeignet.

Ohne Eigenkapital steigt regelmäßig der Finanzierungsbedarf.

Dadurch können sich unter anderem verändern:

  • die monatliche Belastung,
  • die Gesamtkosten der Finanzierung,
  • die finanzielle Flexibilität,
  • sowie die Anforderungen an die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit.

Welche Finanzierung möglich und sinnvoll ist, hängt immer von den individuellen Voraussetzungen ab.

Checkliste: So bereiten Sie Ihr Eigenkapital richtig vor

Bevor Sie ein Finanzierungsgespräch führen, lohnt sich eine strukturierte Übersicht.

Je besser Sie Ihre Vermögenssituation kennen, desto einfacher lassen sich fundierte Entscheidungen treffen.

Checkliste

Vorbereitete Vermögensunterlagen, Berechnungen und Checkliste für das Finanzierungsgespräch
☐ Girokonto prüfen

☐ Tagesgeld erfassen

☐ Festgeld berücksichtigen

☐ Depotwert dokumentieren

☐ Versicherungen prüfen

☐ Grundstück bewerten

☐ Schenkungen dokumentieren

☐ Liquiditätsreserve festlegen

☐ Nachweise sammeln

☐ Finanzierungsgespräch vorbereiten

Eigene Übersicht erstellen

Vermögenswert
Girokonto
Wert
Verfügbar
Nachweis
Einsatz
Reserve
Vermögenswert
Tagesgeld
Wert
Verfügbar
Nachweis
Einsatz
Reserve
Vermögenswert
Depot
Wert
Verfügbar
Nachweis
Einsatz
Reserve
Vermögenswert
Festgeld
Wert
Verfügbar
Nachweis
Einsatz
Reserve
Vermögenswert
Grundstück
Wert
Verfügbar
Nachweis
Einsatz
Reserve
Vermögenswert
Versicherung
Wert
Verfügbar
Nachweis
Einsatz
Reserve
Vermögenswert
Schenkung
Wert
Verfügbar
Nachweis
Einsatz
Reserve

Mit einer solchen Übersicht schaffen Sie Klarheit.

Nicht nur für das Finanzierungsgespräch.

Sondern vor allem für Ihre eigene Entscheidung.

➡️ Im letzten Teil beantworten wir die häufigsten Fragen zum Eigenkapital, ziehen ein Fazit und zeigen Ihnen, wie Sie Ihre persönliche Finanzierung strukturiert vorbereiten können.

Häufige Fragen zum Eigenkapital bei der Baufinanzierung

Die folgenden Fragen begegnen mir in Beratungsgesprächen besonders häufig. Vielleicht haben Sie sich einige davon selbst bereits gestellt.

Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick

Fazit

Wer sich mit dem Thema Eigenkapital beschäftigt, sucht häufig nach einer einfachen Antwort.

Doch genau diese gibt es nicht.

Die entscheidende Frage lautet nicht,

Sondern:

Genau darin liegt der Unterschied zwischen einer kurzfristigen Finanzierung und einer langfristig tragfähigen Entscheidung.

Eigenkapital reduziert den Finanzierungsbedarf.

Es kann die Finanzierung beeinflussen.

Es schafft häufig bessere Ausgangsbedingungen.

Gleichzeitig ist es nicht sinnvoll, jede verfügbare Reserve einzusetzen.

Nach dem Immobilienkauf beginnt ein neuer Lebensabschnitt.

Vielleicht stehen Renovierungen an.

Vielleicht verändert sich Ihre berufliche Situation.

Vielleicht wächst Ihre Familie.

Vielleicht entwickeln sich Ihre Pläne anders als heute.

Eine gute Finanzierung berücksichtigt deshalb nicht nur den Kaufpreis einer Immobilie.

Sie berücksichtigt auch Ihr Leben danach.

Deshalb beginnt eine gute Baufinanzierung nicht mit einem Zinssatz.

Sie beginnt mit Klarheit.

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Porträt von Martin Grabich

Über den Autor

Martin Grabich

Baufinanzierungsvermittler

Martin Grabich ist Baufinanzierungsvermittler und erklärt komplexe Zusammenhänge rund um Finanzierung, Immobilien und finanzielle Entscheidungen verständlich und nachvollziehbar. Sein Ziel ist nicht, Menschen zu einer bestimmten Lösung zu drängen, sondern ihnen die Klarheit zu geben, ihre Situation fundiert beurteilen zu können.

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